Donnerstag, 4. April 2013

Bundesbank untersucht Vorwürfe gegen Deutsche Bank

Frankfurt/Main (dapd). Die Bundesbank hat indirekt bestätigt, dass sie Vorwürfen gegen die Deutsche Bank wegen einer unkorrekten Bilanzierung von Derivatepositionen während der Finanzkrise nachgeht. "Grundsätzlich kann man immer davon ausgehen, dass unsere Aufsicht Vorwürfen nachgeht und diese auf Stichhaltigkeit prüft", sagte eine Bundesbank-Sprecherin am Donnerstag in Frankfurt am Main auf Anfrage. Allerdings gebe die Notenbank auch keine Auskünfte "zu Maßnahmen, die einzelne Banken betreffen".

Nach einem Bericht der "Financial Times" soll die Deutsche Bank zwischen 2007 und 2009 Derivatepositionen entgegen den Vorschriften nicht korrekt zum Marktwert bilanziert und damit Verluste von bis zu zwölf Milliarden US-Dollar (9,4 Milliarden Euro) vermieden haben. Das Institut hat die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, dass es sich um alte, bereits untersuchte Vorgänge handele.

 

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Mittwoch, 3. April 2013

Wirtschaftskrise lässt Entwicklungshilfe schrumpfen

Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Entwicklungshilfe für arme Länder im vergangenen Jahr weiter schrumpfen lassen. Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris bekanntgab, gingen die Zuwendungen der Industriestaaten an Entwicklungsländer im Vergleich zu 2011 um vier Prozent zurück. Dies sei der stärkste Rückgang seit 1997, wenn der Knick nicht berücksichtigt werde, der 2007 durch das Ende der großen Schuldenstreichungs-Programme entstand.

Bereits 2011 war laut OECD bei der Entwicklungshilfe ein Rückgang von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen gewesen. Erstmals seit 1997 sei die Entwicklungshilfe nun in zwei Jahren in Folge zurückgegangen. Für das laufende Jahr sei hingegen mit einem "bescheidenen Anstieg" zu rechnen, erklärte die OECD.

Nach Angaben der in Paris ansässigen OECD, der die 34 reichsten Industrienationen der Welt angehören, betrug die Entwicklungshilfe 2012 rund 125,6 Milliarden Dollar (fast 98 Milliarden Euro). Dies waren demnach 0,29 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Geberländer. 2011 hatte dieser Anteil noch 0,31 Prozent betragen. Besonders stark kürzten die Euro-Krisenländer ihre Zuwendungen: Spanien um fast die Hälfte, Italien um gut ein Drittel und Griechenland um 17 Prozent.

Die USA, der größte Geldgeber, kürzten ihre Hilfen um 2,8 Prozent. Deutschland, das den dritten Platz unter den Geberländern einnimmt, reduzierte seine Zuwendungen um 0,7 Prozent. An zweiter und vierter Stelle unter den Geberländern stehen Großbritannien und Frankreich, die ihre Zahlungen ebenfalls zurückfuhren - um 2,2 beziehungsweise 1,6 Prozent.

Die Europäische Union bedauerte diese Entwicklung. Zugleich erinnerte sie die EU-Mitgliedsländer an deren Zusage, bis 2015 mindestens 0,7 Prozent ihres BIP für Entwicklungshilfe auszugeben. Zwar bleibe die EU der wichtigste Geldgeber bei der Entwicklungshilfe, sagte der zuständige Kommissar Andris Piebalgs in Brüssel. Die EU scheine aber derzeit nicht in der Lage, ihre selbstgesteckten Ziele einzuhalten. Derzeit geben laut OECD nur vier der 27 EU-Staaten mehr als 0,7 Prozent ihres BIP für Entwicklungshilfe aus: Dänemark, Luxemburg, Schweden und die Niederlande.

 

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Montag, 1. April 2013

Wirtschaftsminister Rösler: Die Konjunktur zieht wieder an

Düsseldorf (dapd). Die deutsche Wirtschaft hat ihre Konjunkturschwäche nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hinter sich gelassen. "Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland sind robust. Nach der Winterdelle erwarten wir für 2013, dass die Konjunktur jetzt wieder anzieht", sagte Rösler der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe).

Auch Wirtschaftsforschungsinstitute und große Banken sehen Deutschland anders als den übrigen Euro-Raum schon wieder auf Wachstumskurs: Laut ihren Prognosen dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Januar und März wieder um 0,1 bis 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen sein. Dagegen war die Wirtschaftsleistung zwischen Oktober und Dezember für kurze Zeit deutlich um 0,3 Prozent geschrumpft.

 

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IT-Firma: Großangriff im Internet ging von Russland aus

Der folgenreiche Großangriff auf einen in der Schweiz ansässigen Anti-Spam-Dienst wurde nach Angaben eines Unternehmens für Internetsicherheit aus Russland geführt. Der Angriff am Mittwoch, der zeitweilig auch Auswirkungen auf das gesamte Internet hatte, sei von russischen Hackern verübt worden, sagte der Chef der in Russland betriebenen Website Highloadlab.com, Alexander Liamin, der "Wedomosti". Sie begannen ihren Angriff demnach, nachdem der Dienst Spamhaus die niederländische Internetseite Cyberbunker auf seine schwarze Liste mit Versendern von Massen-E-Mails gesetzt hatte.

Spamhaus hatte direkt Cyberbunker für den Angriff verantwortlich gemacht. Der russischen Nachrichtenseite "RT" sagte ein Mensch, der sich als Sprecher der Hacker ausgab, Cyberbunker habe den Hackerangriff nicht alleine ausgeführt. Die Attacke habe sich gegen die "Einschüchterung" durch Spamhaus gerichtet. Er warf der Firma vor, ohne juristische Grundlage Internetanbieter und Websites vom Internet abzuschneiden. Spamhaus stellt seine schwarzen Liste zum Beispiel E-Mail-Anbietern zur Verfügung, die ihre Nachrichten danach filtern können.

 

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Griechenland bringt Bahn-Privatisierung auf den Weg

Griechenland will bis Anfang nächsten Jahres die staatliche Bahn-Betreibergesellschaft Trainose privatisieren. Der Staat habe die Aktien des Unternehmens an die Privatisierungsagentur HRDAF übertragen, teilte der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Kostis Hatzidakis, mit. Die Ausschreibung soll bis Juni erfolgen, die Privatisierung dann bis Anfang 2014 abgeschlossen werden. Interessiert sind an der Gesellschaft, die ehemals zur staatlichen Eisenbahn-Gesellschaft OSE gehörte, laut Regierung in Athen vor allem Unternehmen aus China und Frankreich.

Griechenland muss im Gegenzug für die Milliardenhilfen von Eurostaaten und Internationalem Währungsfonds (IWF) zahlreiche Unternehmen privatisieren, um seinen Staatshaushalt zu sanieren. Bislang gingen die Privatisierungen aber nur sehr schleppend voran.

Die griechische Regierung tauschte bereits mehrfach den Verantwortlichen für den Verkauf von Staatsunternehmen aus. Bis Ende des laufenden Jahres will Athen durch Privatisierungen 2,6 Milliarden Euro einnehmen.

 

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Sonntag, 10. März 2013

New rules may ease China pollution, won't solve steel overcapacity

New rules aimed at making China's sprawling steel sector greener will do little to tackle rampant overcapacity or help Beijing protect its big state-owned mills from smaller, nimbler rivals.

China's environment ministry has said it will impose "special emissions restrictions" from next month on major industries from steel and petrochemicals to cement, non-ferrous metals and coal-fired power. Environmental inspections have already started in big steel producing regions.

But when it comes to steel, it's more than just pollution.

Many in the industry hope the curbs will help tackle overproduction, slash the number of privately-owned mills and boost the market share of state-owned giants such as Baoshan Iron and Steel (Baosteel), Wuhan Iron and Steel and Angang Steel.

"If we are to solve the emissions problem more effectively, reducing capacity is a part of it," said He Wenbo, Baosteel's chairman, on the sidelines of China's parliament session last week. "We approve of any effort to strengthen the laws, and no enterprise in the steel sector that has reached a certain standard will oppose it," he said, noting the implementation of environmental standards would help create a level playing field.

Wang Yifang, head of China's biggest steel firm, the Hebei Iron and Steel Group, also said China needs to use environmental controls to rein in overcapacity.

Big mills have seen their profits eaten into by smaller rivals, and the government has sought to boost the giants' competitive position by raising industry standards and thresholds. It wants its top 10 mills to control 60 percent of total capacity by 2015, up from around half now, and is likely to use "administrative measures" like pollution and resource-use standards to meet that goal.

"I think the government is sincere in its efforts to curb pollution but at the same time, it is of course trying to increase its control over the steel sector. Cleaner air and a more orderly steel industry is a win-win for China," said a government policy researcher who didn't want to be named.

WISHFUL THINKING

Still, many analysts suggest the government is again guilty of wishful thinking. While the costs of the industry minnows could increase as a result of the new pollution guidelines, the big mills could suffer just as much.

"Currently, many of the big steel mills also fail to meet environmental standards," said Cheng Xubao, an analyst at Custeel, an industry consultancy.

The new measures are part of China's response to the hazardous smog that choked Beijing in late January. While much of the smog came from vehicles and coal burning, around a fifth drifted into Beijing from surrounding regions, especially the steel producing province of Hebei, according to a study by the China Academy of Sciences.

Steel is one of the biggest polluters, largely due to the use of coking coal in the production process. China's total crude steel output of 716 million metric tons (789.25 million tons) last year would have required the combustion of some 430 million metric tons of coke.

But industry officials insist most steel firms already have the necessary equipment, including dust extractors, desulphurising "scrubbers" and protective screens. CISA Secretary General Zhang Changfu said earlier this year steel had been branded an "arch-criminal" even though it was now essentially a "green industry".

"The environmental requirements for Hebei steel enterprises ... are already basically in place. Currently, the operating conditions of the whole steel sector are very tough," said Jiang Feitao, a steel policy researcher with the China Academy of Social Sciences.

The problem is often one of oversight. Many mills turn off their equipment when inspectors aren't looking in order to cut costs, and officials tend to turn a blind eye.

"The issue is whether the machinery is running, and whether the local government has the determination to enforce it," said Henry Liu, an analyst at Mirae Asset Securities in Hong Kong, noting the problem is still fundamentally an economic one: that the local government is reluctant to strike too hard against a sector that provides thousands of jobs and millions of yuan in tax revenues. Beijing would also be reluctant to damage Hebei's economic lifeline and risk a wave of migration into the capital.

STATE VS PRIVATE

The governor of Hebei, Zhang Qingwei, said last week that while the province was committed to restructuring its massive steel sector and improving its green credentials, it was not focusing its attention on private players. "We will support those companies that do well, whether they are state- or privately-owned," he said.

On a purely economic basis, the small and private firms have performed best under tough conditions over the last two years. It's likely they are also better placed to survive any hike in environmental costs.

The CISA complained in January that profits at its member mills - mostly large-scale and state-owned - slumped 98 percent last year on weak demand and chronic overcapacity, exacerbated by the small "rampantly expanding" mills. But the CISA has always been reluctant to acknowledge that those private mills have remained more profitable than their lumbering state counterparts.

"2012 was not as bad as the media said for the steel industry, because private firms' profitability was generally better than the state-owned enterprises (SOEs)," said a steel industry official who asked not to be named.

"They are able to react faster to the market. That's because private firms control their own production; they can stop producing if they are operating at a loss, but SOEs still sell, even if they lose money on every sale."

(Additional reporting by Lucy Hornby and Coco Li; Editing by Ian Geoghegan)


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Studie: Vor 4500 Jahren fanden um Stonehenge riesige Partys statt

An der Stelle der Megalith-Kultstätte Stonehenge im Süden Englands sind nach den Erkenntnissen eines Londoner Forschers vor 4500 Jahren riesige Partys veranstaltet worden. Damals sei bis zu ein Zehntel der gesamten britischen Bevölkerung nach Stonehenge geströmt, zum Teil sogar aus Schottland, erklärte der Archäologe Parker Pearson vom University College am Wochenende im Rückblick auf zehn Jahre Forschung. Diese Erkenntnis ergebe sich aus der Untersuchung von 80.000 Tierknochen und Tierzähnen, die im Umfeld von Stonehenge ausgegraben worden seien.

Die Megalith-Steine von Stonehenge geben den Forschern seit Jahrhunderten Rätsel auf. Bislang ist die gängigste Theorie für ihre Entstehung, dass Menschen schon in der damaligen Zeit den astronomischen Kalender verstanden hatten. Die Steine von Stonehenge wurden demnach auf die Sonnenwende ausgerichtet. Pearson geht nach seinen Forschungen davon aus, dass das Gebiet um Stonehenge vor rund 5000 Jahren als Grabstätte für bedeutende Familien genutzt wurde. Rund 500 Jahre später habe sich die Bevölkerung dann dort zu großen Festen zusammengefunden. Diese Tradition sei von späteren Einwanderern fallengelassen worden.

Zu den Forschungen der letzten Jahre zählte die Untersuchung der sterblichen Überreste von 63 Menschen. Stonehenge ist im Weltkulturerbe der UN-Wissenschaftsorganisation UNESCO gelistet und wird als komplexester prähistorischer Steinkreis der Welt betrachtet. Zu den gängigen Theorien über Stonehenge gehört auch, dass dort Menschenopfer gebracht worden seien.

 

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