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Studie bestätigt Meteoriteneinschlag als Grund für Dino-Aussterben
| Eine Studie hat die Theorie untermauert, dass der Einschlag eines Meteoriten auf der Erde eine wichtige Ursache für das Aussterben der Dinosaurier gewesen ist. Neue Messungen ermöglichten eine sehr exakte Bestimmung des Zeitpunkts des Meteoriteneinschlags, wie die Forscher in einem am Donnerstag in der Zeitschrift "Science" veröffentlichten Artikel erklären. Der Einschlag fand demnach vor 66,038 Millionen Jahren statt - und damit 33.000 Jahre vor dem Aussterben der Saurier. Bisherige Studien waren von einem Zeitabstand von 300.000 Jahren ausgegangen. "Wir haben gezeigt, dass die beiden Ereignisse sehr nah beieinander liegen. Daraus ergibt sich, dass der Einschlag eine wichtige Rolle für das Aussterben gespielt hat", schreibt der Hauptautor der Untersuchung, Paul Renne von der Universität Berkeley. "Doch auch wenn der Einschlag den Dinosauriern den Todesstoß versetzt hat, war es wohl nicht der einzige Faktor." Laut Studie trugen zum Aussterben der Saurier sowie zahlreicher Meerestiere auch heftige klimatische Schwankungen während einer Million Jahre bei. Unter anderem starke Vulkanausbrüche führten demnach zu zahlreichen langen Kälteperioden. Das Aussterben der Dinosaurier hatten erstmals 1980 der Berkeley-Professor Luis Alvarez und sein Sohn Walter mit dem Einschlag eines Kometen oder eines Asteroiden in Verbindung gebracht. Das Niedergehen des Himmelskörpers mit einem Durchmesser von etwa zehn Kilometern hinterließ einen Krater von 177 Kilometern Länge in der Karibik vor der mexikanischen Küste. |
Bei Android ist der Zugriff auf SD-Karten eingeschränkt
| Hannover (dapd). Um den Speicher von Android-Smartphones und -Tablets zu erweitern, greifen Anwender auf eine microSD zurück. Bei vielen Geräten habe man aber nur eingeschränkten Zugriff auf den SD-Speicher, berichten die Experten der Zeitschrift "c't Android". Bei vielen Smartphones und Tablets ließen sich Apps weder direkt auf der microSD speichern noch zu einem späteren Zeitpunkt dorthin verschieben. Für viele Nutzer sei das ärgerlich, weil der zusätzliche Speicherplatz ja unter anderem genau dafür dringend nötig wäre. Eine Zugriffsmöglichkeit bestehe nur, wenn man die Karte entnehme und sie direkt in den PC stecke oder das Gerät per USB an den PC anschließe. Dann ließen sich Musik, Videos und Fotos auf der SD speichern und später über Smartphone oder Tablet abrufen. Die speicherintensiven Apps müssten jedoch weiterhin auf dem internen Gerätespeicher abgelegt werden. Für alle die sich mehr Platz für Spiele oder andere große Apps erhoffen, sei eine Speicherkarte somit völlig nutzlos, berichtet das Magazin. Ob eine SD auf dem eigenen Gerät frei nutzbar ist, könnten Nutzer über die Speicherverwaltung ihres Smartphones oder Tablets herausfinden. dapd |
Sind noch sichtbare Sterne schon erloschen?
| Garching (dapd). Im Haus nebenan wird es dunkel - soeben hat der Nachbar also das Licht ausgeschaltet. Bei astronomischen Nachbarschaften gibt es in diesem Zusammenhang dagegen eine starke Zeitverzögerung: Das Licht unseres nächsten Nachbarsterns, Proxima Centauri, braucht über vier Jahre, um die Erde zu erreichen. Würde sein Feuer erlöschen, wäre der Stern also für uns noch vier Jahre lang sichtbar. Der Tod dieses prominenten Sterns ist zwar nicht zu erwarten, generell gilt aber: Auch Sternenfeuer verlischt irgendwann. Bedeutet das also, dass manche Sterne, die wir von der Erde aus sehen, in Wirklichkeit schon gar nicht mehr existieren? "Von einigen wissen wir sogar definitiv, dass sie bereits explodiert sind", sagt Wolfgang Hillebrandt vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. "Besonders massereiche Sterne haben nur eine Lebensspanne von 30 bis 40 Millionen Jahren. Sind sie also von der Erde weiter entfernt als 40 Millionen Lichtjahre, ist das, was wir sehen, folglich nur das Abbild eines Himmelskörpers, den es gar nicht mehr gibt", erklärt der Astrophysiker. Man kann diesen Effekt der zeitlichen Verzögerung mit der Nachrichtenübermittlung durch die Post vergleichen: Nach zwei Tagen Beförderungsdauer könnte der Verfasser eines Briefes theoretisch bereits verstorben sein, obwohl er in der Nachricht, wenn sie der Empfänger liest, noch quicklebendig wirkt. Wird ein Brief dagegen nach 200 Jahren aufgefunden, weiß man definitiv, dass der Schreiber nicht mehr existieren kann. Schneckenpost trotz Lichtgeschwindigkeit "Egal ob mit bloßen Augen, einem Fernrohr oder gar einem Weltraumteleskop - was der Mensch bei der Betrachtung der Sterne sieht, ist immer nur ein Abbild der Vergangenheit", sagt Hillebrandt. Die Nachricht vom Tod eines Sterns erreicht uns folglich ebenfalls entsprechend verzögert. Der frühe Astronom Johannes Kepler hat im Jahr 1604 ein solches Ereignis beobachtet. Er berichtete über einen hellen Stern, der ein Jahr nach seinem Aufleuchten verblasste. Was er gesehen hatte, war eine sogenannte Supernova - ein massereicher Stern war explodiert. 1941 entdeckten Astronomen dann schließlich auch die Überreste dieser sogenannten Keplerschen Supernova. Die Wolke aus Trümmern ist Schätzungen zufolge 10.000 bis 23.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das bedeutet: Als Kepler das Licht der Explosion sah, war der Stern eigentlich bereits vor Jahrtausenden zerborsten. "Es gibt an unserem Sternenhimmel einige Kandidaten, von denen man weiß, dass sie quasi im Sterben liegen", sagt Hillebrandt. Ein prominentes Beispiel dafür sei Beteigeuze. Dieser besonders helle Stern ist von der Erde etwa 600 Lichtjahre entfernt. Er bildet die Schulter des bekannten Sternbildes Orion, das einen Mann mit Gürtel und Schwert am Nachthimmel darstellt. "Beteigeuze hat bereits das Stadium eines sogenannten Roten Überriesen erreicht", erklärt Hillebrandt. Das ist ein aufgeblähter Stern, der am Ende seiner Entwicklung angelangt ist und bald explodieren wird. Dieses 'bald' ist allerdings im astronomischen Maßstab gemeint: Manche Wissenschaftler rechnen mit einer Supernova innerhalb der nächsten tausend Jahre, andere frühestens in den kommenden hunderttausend Jahren. Aber wann auch immer es passiert: Wenn wir sehen, dass Orions Schulter explodiert, hat er sie eigentlich schon lange verloren. dapd |
Forscher entdecken Mikroorganismen in oberen Atmosphärenschichten
| Washington (dapd). 15 Kilometer über der Erdoberfläche gibt es Leben. In den Luftmassen der mittleren und oberen Atmosphäre haben Forscher zahlreiche Bakterien und einzellige Pilze nachgewiesen. Die Mikroorganismen könnten die Entstehung von Wolken und das Klima beeinflussen, vermuten die Forscher im Wissenschaftsjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" (doi: 10.1073/pnas.1212089110). Die Erforschung der Mikroorganismen konzentrierte sich bislang auf die Erde und ihre Gewässer. Das Team um Konstantinos Konstantinidis und Athanasios Nenes vom Georgia Institute of Technology in Atlanta dürfte das erste sein, das systematisch die oberen Atmosphärenschichten auf Leben untersucht hat. Vor, nach und während der Hurrikane Earl und Karl im Jahr 2010 nahmen die Forscher Luftproben in Höhen zwischen 8 und 15 Kilometern. Einige der Proben hatten ihren Ursprung über dem Festland, andere über der Karibik oder dem Atlantik. Außerdem stammten einige Proben aus wolkiger, andere aus wolkenfreier Luft. Genommen wurden die Proben mittels des zum fliegenden Labor umgebauten Düsenflugzeugs DC-8 der NASA. Bei etwa einem Fünftel aller in der Luft gefundenen Partikel zwischen 0,25 und einem Mikrometer Durchmesser handelte es sich um Bakterien. Etwa um den Faktor zehn geringer war die Zahl der entdeckten einzelligen Pilze. 17 der entdeckten Bakterienarten konnten die Forscher in allen Proben nachweisen. Die Bestimmung der Arten erfolgte auf genetischem Weg. Zunächst vermehrten die Forscher die in den Proben enthaltene DNA mittels der sogenannten Polymeraskettenreaktion (PCR). Mit der sogenannten Pyrosequenzierung bestimmten die Forscher die darin enthaltene Erbinformation und wiesen diese anhand von Datenbanken den entsprechenden Mikroorganismen zu. "Wir haben nicht erwartet, so viele Mikroorganismen in der Troposphäre zu finden", erklärte Konstantinidis. Die Troposphäre sei eine schwierige Umgebung für Leben. "Es scheint dort eine rechte Vielfalt von Arten zu geben, aber nicht alle Bakterien schaffen es bis in die oberste Troposphäre", erläutert der Umweltingenieur. Die Forscher vermuten, dass die Mikroorganismen auf demselben Weg in die Atmosphäre gelangen wie Staub oder Meersalz. "Wenn Sprühnebel entsteht, kann er Bakterien mit sich tragen, da es eine Menge Bakterien und organische Substanzen an der Oberfläche der Meere gibt", beschreibt Nenes. Ob die gefundenen Bakterien allerdings in der obersten Troposphäre noch Stoffwechsel betreiben, bleibt unklar und soll Inhalt weiterer Forschung sein. "Ich wäre nicht überrascht, wenn es aktives Leben und Wachstum in den Wolken gibt, aber das ist etwas, das wir nicht mit Sicherheit sagen können", urteilt Konstantinidis. Die Mikroorganismen könnten einen bislang nicht erkannten Einfluss auf die Wolkenbildung haben, indem sie als Ausgangspunkt der Bildung von Eiskristallen dienen, vermutet Nenes. In Abwesenheit von Staub und anderen Stoffen würde bereits eine kleine Zahl der Mikroorganismen die Entstehung von Eis erleichtern. Das beeinflusse den globalen Wasserkreis und das Klima, schreiben die Autoren. Denkbar sei zudem, dass die Bakterien in den oberen Atmosphärenschichten eine Rolle bei der Ausbreitung von Krankheiten spielen, indem sie Infektionen an weit entfernte Orte tragen. dapd |
EU geht gegen Pharmariesen Johnson & Johnson und Novartis vor
| Die EU-Kommission hat in einem Wettbewerbsfall gegen die Pharmariesen Johnson & Johnson aus den USA und Novartis aus der Schweiz die Gangart verschärft. Die Kommission teilte den Unternehmen förmlich mit, warum sie der Absprache zulasten von Patienten mit starken Schmerzen in den Niederlanden verdächtigt werden, erklärte die Behörde am Donnerstag in Brüssel. Demnach erhärtete sich bei der 2011 von den Wettbewerbshütern begonnenen Untersuchung der Verdacht, dass Novartis und Johnson & Johnson die Einführung eines kostengünstigen Medikaments bewusst aufschoben. Es geht den Angaben zufolge um ein Medikament, mit dem Schmerzen noch wirksamer als mit Morphium behandelt werden. Eine Tochterfirma von Johnson & Johnson vertreibt es in den Niederlanden unter dem Namen Fentanyl. Der vorläufigen Einschätzung der Kommission zufolge verabredete diese Firma im Juli 2005 mit einer Tochterfirma von Novartis, dass diese kein preisgünstiges Nachahmerpräparat (Generikum) auf den Markt bringt. Für die Dauer der Absprache bis Ende 2006 sollte Novartis dafür von dem Konkurrenten jeden Monat Zahlungen erhalten. |
USA gedenken der Opfer der "Columbia"-Katastrophe vor zehn Jahren
| Die USA haben am Freitag an die Explosion des Space Shuttles "Columbia" vor zehn Jahren erinnert. Präsident Barack Obama erklärte, dass "sieben mutige Astronauten" bei der Katastrophe "im Namen der Forschung" ihr Leben gegeben hätten. Der Chef der US-Raumfahrtbehörde NASA, Charles Bolden, nahm an einer Zeremonie am Nationalfriedhof Arlington nahe Washington teil. Dort sind drei Crewmitglieder der Unglücksmission beerdigt. Die "Columbia" war am 1. Februar 2003 nach einer zweiwöchigen Mission im All beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über dem US-Bundesstaat Texas verglüht. Spätere Untersuchungen ergaben, dass schon beim Start ein Stück Isolationsmaterial des Haupttanks die hitzebeständigen Kacheln an einem Flügel des Raumschiffs beschädigt hatte. Durch das Leck traten bei der Rückkehr zur Erde extrem heiße Gase in das Space Shuttle ein. Der Untersuchungsbericht warf der NASA vor, von dem Problem gewusst und nichts unternommen zu haben. Die zweite große Katastrophe eines Space Shuttles nach der Explosion der "Challenger" im Januar 1986 leitete damals das Ende des Shuttle-Programms ein. Als letzte Raumfähre flog im Sommer 2011 die "Atlantis" ins All. Obama setzt in der Raumfahrt nun auf eine Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen wie SpaceX, das bereits einen eigenen unbemannten Raumtransporter zur Internationalen Raumstation ISS geschickt hat. Für bemannte Flüge sind die USA vorerst auf russische "Sojus"-Kapseln angewiesen. Die neue US-Raumkapsel "Orion" wird erst in mehreren Jahren einsatzbereit sein. |

